Anlaute erkennen – kostenlose Arbeitsblätter für die Vorschule

Welchen Laut hörst du am Anfang von „Maus“? Beginnen „Sonne“ und „Socke“ mit demselben Laut? Mit einfachen Hör- und Zuordnungsaufgaben können Vorschulkinder Anlaute erkennen, vergleichen und passenden Bildern oder Buchstaben zuordnen.

Die kostenlosen Arbeitsblätter richten sich an Kinder im Vorschulalter. Sie benennen Bilder, sprechen Wörter laut aus und achten bewusst auf den Wortanfang. Dabei steht das genaue Hören im Mittelpunkt – nicht das schnelle Lernen möglichst vieler Buchstaben.

Auf einen Blick

Lernziel
Anlaute in gesprochenen Wörtern hören, vergleichen und passenden Bildern oder Buchstaben zuordnen
Geeignet für
Vorschulkinder, Kinder im letzten Kindergartenjahr und Schulanfängerinnen und Schulanfänger
Schwierigkeit
Leicht bis anspruchsvoll
Umfang
Arbeitsblätter zum Hören, Vergleichen und Zuordnen von Anlauten sowie zu Anfangsbuchstaben und besonderen Wortanfängen
Dateiformate
PDF zum Ausdrucken und PNG als Bilddatei
Lösung
Jedes PDF enthält ein Aufgabenblatt und eine separate Lösungsseite.

Anlaute erkennen: kostenlose Arbeitsblätter

Die Übungen sind unterschiedlich aufgebaut. Kinder wählen passende Bilder aus, verbinden Anlautpaare oder bestimmen den ersten Laut selbst. Dadurch können die Aufgaben Schritt für Schritt an den individuellen Lernstand angepasst werden.

Anlaute hören und zuordnen

Anlaute suchen und vergleichen

Anlaute ergänzen

Vokale und besondere Wortanfänge

Was ist ein Anlaut?

Ein Anlaut ist der erste Laut eines gesprochenen Wortes oder einer Silbe. Bei „Maus“ hören wir /m/, bei „Sonne“ /s/ und bei „Schaf“ /sch/.

Ein Anlaut besteht nicht immer nur aus einem einzelnen Buchstaben. Manche Wortanfänge werden mit mehreren Buchstaben geschrieben, zum Beispiel Sch, Sp, St oder Pf.

Der Anlaut ist etwas, das Kinder hören. Ein Buchstabe oder eine Buchstabenfolge zeigt dagegen, wie dieser Wortanfang geschrieben wird. Deshalb sollte beim Üben zuerst das gesprochene Wort im Mittelpunkt stehen und erst danach die Zuordnung zur Schrift.

Beispiele für gut erkennbare Wortanfänge

  • M wie Maus
  • L wie Lampe
  • F wie Fisch
  • S wie Sonne
  • N wie Nase
  • A wie Apfel

Was lernen Kinder mit Anlaut-Arbeitsblättern?

Mit den Übungen lernen Kinder,

  • den ersten Laut eines Wortes herauszuhören;
  • Wörter mit gleichem Anlaut zu erkennen;
  • Bilder nach ihrem Wortanfang zu sortieren;
  • Laute und Buchstaben miteinander zu verbinden;
  • genau zuzuhören;
  • ihren Wortschatz zu erweitern.

Beim Anlauttraining steht das Hören im Mittelpunkt. Wenn zunächst die sichtbare Form einzelner Buchstaben sicherer wiedererkannt werden soll, helfen einfache Übungen zum Erkennen von Buchstaben.

Das bewusste Hören und Vergleichen von Lauten gehört zur phonologischen Bewusstheit und bildet eine wichtige Grundlage für den späteren Schriftspracherwerb.

So üben Sie mit den Arbeitsblättern

1. Das Bild gemeinsam benennen

Fragen Sie zuerst:

„Was siehst du auf dem Bild?“

Das Kind sollte den Gegenstand kennen und richtig benennen können.

2. Das Wort deutlich aussprechen

Sprechen Sie das Wort langsam und gut hörbar:

„Mmmmaus.“

3. Auf den ersten Laut achten

Fragen Sie:

„Welchen Laut hörst du zuerst?“

Bei einfachen Aufgaben können Sie zwei Möglichkeiten anbieten:

„Hörst du /m/ oder /s/?“

4. Das passende Bild auswählen

Das Kind verbindet Bilder, sortiert Karten oder wählt den richtigen Buchstaben aus.

5. Gemeinsam kontrollieren

Wiederholen Sie das Wort und sprechen Sie die Lösung gemeinsam durch.

Wichtig: Sagen Sie zuerst den Laut (/m/) und nicht den Buchstabennamen („Em“).

Kurze Übungseinheiten sind oft hilfreicher als lange Arbeitsphasen.

Anlautübungen nach Schwierigkeitsgrad

StufeAufgabeBeispiel
LeichtVorgegebenen Laut erkennen„Fängt Maus mit M an?“
MittelBilder vergleichen„Beginnen Maus und Mond gleich?“
AnspruchsvollerAnlaut selbst nennen„Welchen Anlaut hörst du bei Fisch?“
Für FortgeschritteneKomplexere WortanfängeSchaf, Spinne, Stern, Pferd

Eine sinnvolle Reihenfolge kann so aussehen:

  1. Mit einfachen Wörtern beginnen.
  2. Zwei Bilder vergleichen.
  3. Aus mehreren Bildern auswählen.
  4. Den Anlaut selbst nennen.
  5. Sch, Sp, St und Pf einführen.

Wenn das Erkennen von Anlauten noch schwerfällt

Wenn ein Kind noch unsicher ist, beginnen Sie mit zwei deutlich unterschiedlichen Lauten, zum Beispiel M und S.

Hilfreiche Tipps:

  • nur zwei Auswahlmöglichkeiten anbieten;
  • vertraute Bilder verwenden;
  • einfache Wörter wählen;
  • gemeinsam sprechen;
  • nur wenige Bilder pro Einheit bearbeiten;
  • mündliche Spiele ausprobieren;
  • die Übung später wiederholen.

Mögliche Ursachen für Fehler:

  • Das Kind kennt den Gegenstand nicht.
  • Das Bild hat mehrere Namen.
  • Die Auswahl ist zu groß.
  • Die Laute klingen ähnlich.
  • Der Wortanfang ist schwierig.
  • Das Kind ist müde oder unkonzentriert.

Ein Arbeitsblatt allein ist kein Test und ersetzt keine pädagogische Einschätzung.

Anlaute spielerisch üben – ohne Arbeitsblatt

Anlaute lassen sich überall entdecken. Mündliche Spiele rücken das Hören in den Mittelpunkt und benötigen kaum Vorbereitung.

Anlaut-Suche

Wählen Sie einen Laut und suchen Sie gemeinsam Gegenstände im Raum: „Was finden wir, das mit /m/ beginnt?“ Mögliche Antworten wären Mütze, Messer oder Mappe. Akzeptieren Sie nur Wörter, deren verwendete Bezeichnung vorher geklärt ist.

„Ich sehe was“ mit Wortanfängen

Eine Person sagt: „Ich sehe etwas, das mit /s/ anfängt.“ Das Kind sucht einen passenden Gegenstand. Bei Bedarf kommen eine Farbe, ein Ort oder eine Funktion als weiterer Hinweis hinzu.

Anlaut-Körbe

Stellen Sie zwei Schalen oder Körbe bereit, beispielsweise für /m/ und /l/. Das Kind sortiert Gegenstände oder Bildkarten nach ihrem Wortanfang. Beginnen Sie mit wenigen, eindeutig benennbaren Dingen.

Ballspiel

Ein Erwachsener nennt ein Wort und rollt oder wirft einen Ball. Das Kind nennt ein weiteres Wort mit demselben Anlaut und gibt den Ball zurück. Fällt kein Wort ein, darf gemeinsam gesucht oder ein Bild als Hilfe verwendet werden.

Namenspiel

Namen sind persönlich und meist gut bekannt. Suchen Sie den Anfang von Maria, Samuel oder Lina und anschließend weitere Wörter mit demselben Laut. Achten Sie darauf, wie die Namen tatsächlich ausgesprochen werden.

Anlaut-Memory

Bei diesem Memory bilden nicht zwei identische Bilder ein Paar, sondern zwei Wörter mit demselben Anlaut, etwa Maus und Mond. Vor dem Ablegen werden beide Bilder benannt. So bleibt klar, warum die Karten zusammengehören.

Welche Anlaute eignen sich für den Einstieg?

Für die ersten Übungen eignen sich besonders:

  • M
  • L
  • F
  • S
  • N
  • R
  • A
  • E
  • I
  • O
  • U

Später können komplexere Wortanfänge folgen:

  • Sch
  • Sp
  • St
  • Pf

Es ist nicht notwendig, für jeden Buchstaben des Alphabets ein eigenes Arbeitsblatt zu erstellen. Das Ziel ist das Hören von Lauten und nicht eine vollständige A-bis-Z-Sammlung.

Geht es dagegen um die feste Reihenfolge von A bis Z, Buchstabennachbarn oder fehlende Zeichen in einer Reihe, passen die Übungen zu Alphabet und Buchstabenreihen.

Gute Anlautbilder auswählen

Geeignete Bilder sollten:

  • Vorschulkindern bekannt sein;
  • nur einen gebräuchlichen Namen haben;
  • einen klar hörbaren Anlaut besitzen;
  • zum Wortschatz des Kindes passen.

Ein Trinkgefäß kann zum Beispiel „Tasse“, „Becher“ oder „Glas“ heißen. Deshalb sollte der gewünschte Begriff immer genannt werden.

Für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache ist dieser Schritt besonders wichtig.

Für wen eignen sich die Arbeitsblätter?

Die Materialien eignen sich vor allem für:

  • Vorschulkinder;
  • Kinder im letzten Kindergartenjahr;
  • Schulanfängerinnen und Schulanfänger;
  • Kinder mit ersten Laut-Buchstaben-Zuordnungen;
  • Kinder mit Deutsch als Zweitsprache.

Wichtig ist, dass die Aufgaben zum Sprachstand des Kindes passen.

Häufige Fragen zu Anlauten

Soll man den Laut oder den Buchstabennamen sagen?

Beim Heraushören wird zunächst der Laut gesprochen, also /m/ statt „Em“. Wenn die Zuordnung zur Schrift geübt wird, kann anschließend gezeigt werden, welcher Buchstabe den Laut darstellt.

Sind Sch, Sp, St und Pf auch Anlaute?

Ja. Wörter wie Schaf, Spinne, Stern und Pferd beginnen mit komplexeren Wortanfängen. In der Schrift werden diese Anfänge hier durch Sch, Sp, St beziehungsweise Pf dargestellt.

Warum erkennt mein Kind den Anlaut nicht?

Möglicherweise kennt es den Namen des Bildes nicht, die Auswahl ist zu groß oder die Laute sind noch schwer zu unterscheiden. Benennen Sie das Bild gemeinsam, reduzieren Sie die Möglichkeiten und beginnen Sie mit deutlich verschiedenen Wortanfängen.

Wie lange sollte eine Übung dauern?

Richten Sie sich nach der Aufmerksamkeit des Kindes statt nach einer festen Minutenzahl. Beenden Sie die Einheit, solange sie noch als überschaubares Sprachspiel erlebt wird, und setzen Sie sie später fort.

Eignen sich die Übungen für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache?

Ja, sofern die deutschen Bildwörter vorher geklärt und ausgesprochen werden. Die Aufgabe sollte nicht gleichzeitig unbekannten Wortschatz und schwierige Lautunterscheidungen verlangen.

Enthalten die Arbeitsblätter Lösungen?

Ja. Jedes Arbeitsblatt enthält eine separate Lösungsseite im PDF. So können Eltern, Erzieherinnen und Erzieher die Antworten gemeinsam mit dem Kind überprüfen.

Kann man die Arbeitsblätter kostenlos herunterladen?

Ja. Alle Arbeitsblätter auf dieser Seite können kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden. Die Materialien stehen als PDF und PNG zur Verfügung und eignen sich für zu Hause, den Kindergarten und die Schulvorbereitung.

Wie geht es nach den Anlautübungen weiter?

Wenn Kinder vertraute Anlaute sicher hören und passenden Buchstaben zuordnen, können einfache erste Wörter den nächsten Schritt bilden. Dabei verbinden sie Bilder, gesprochene Wörter und erste Schriftbilder miteinander.

Möchte das Kind einen bekannten Buchstaben zusätzlich mit dem Stift ausprobieren, eignen sich Übungen zum Nachspuren von Buchstaben. Dort steht nicht das Hören, sondern die Buchstabenform und die kontrollierte Stiftbewegung im Mittelpunkt.

Einen Überblick über alle Bereiche bietet die Seite Buchstaben für die Vorschule.