Erste Wörter entdecken Vorschulkinder am besten über vertraute Bilder und Begriffe aus ihrem Alltag. Mit einfachen Zuordnungsaufgaben benennen sie Bilder, erkennen Wortbilder wieder und finden das passende Wort.
Die kostenlosen Arbeitsblätter richten sich vor allem an Kinder ab etwa 5 Jahren. Lesen können müssen sie noch nicht – im Mittelpunkt stehen erste spielerische Erfahrungen mit Sprache und Schrift.
Viele Aufgaben lassen sich gemeinsam oder mit kleinen Hilfen bearbeiten. Weitere Übungen rund um Buchstaben, Anlaute und erste Schreibversuche finden Sie bei unseren Arbeitsblättern zu Buchstaben für die Vorschule.
Auf einen Blick
- Lernziel
- Vertraute Wörter erkennen, Bildern zuordnen, in Silben gliedern und erste Wörter in Druckschrift schreiben
- Geeignet für
- Vorschulkinder ab etwa 5 Jahren sowie Leseanfängerinnen und Leseanfänger
- Schwierigkeit
- Leicht bis mittel, mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad
- Umfang
- Arbeitsblätter in drei aufeinander aufbauenden Übungsstufen
- Dateiformate
- PDF zum Ausdrucken und PNG als Bilddatei
- Lösung
- Jedes PDF enthält ein Aufgabenblatt und eine separate Lösungsseite.
Kostenlose Arbeitsblätter herunterladen und ausdrucken
Die Sammlung enthält abwechslungsreiche Übungen zu ersten Wörtern. Separate Lösungsseiten erleichtern die gemeinsame Kontrolle. In der Vorschau können Sie die Aufgaben vor dem Download prüfen.
Wörter erkennen und zuordnen
Schwerpunkt: Bild und Wort zuordnen
Arbeitsblatt öffnen
Schwerpunkt: Gleiche Wortbilder erkennen
Arbeitsblatt öffnen
Schwerpunkt: Wort-Bild-Zuordnung
Arbeitsblatt öffnen
Schwerpunkt: Wortkarten Bildern zuordnen
Arbeitsblatt öffnen
Schwerpunkt: Wort-Bild-Paare merken
Arbeitsblatt öffnenWörter gliedern und vergleichen
Schwerpunkt: Silben erkennen und gliedern
Arbeitsblatt öffnenWörter lesen und schreiben
Schwerpunkt: erste Bildwörter nachspuren
Arbeitsblatt öffnen
Schwerpunkt: kurze Leserätsel mit Bildern lösen
Arbeitsblatt öffnenDrucken Sie zunächst eine Seite aus. Kontrollieren Sie dabei:
- Sind alle Seitenränder sichtbar?
- Sind Schrift und Bilder groß genug?
- Ist die Aufgabe auch in Schwarz-Weiß verständlich?
- Hat das Kind ausreichend Platz zum Schreiben?
- Ist ein dickerer Stift erforderlich?
Nicht jedes Arbeitsblatt muss verwendet werden. Wählen Sie nur Aufgaben, die zum Kind passen.
Zuordnungsaufgaben können laminiert werden. So lassen sie sich mit einem abwischbaren Stift mehrfach bearbeiten.
Erste Wörter spielerisch entdecken
Kinder begegnen Schrift schon lange vor dem Schulanfang. Sie sehen ihren Namen, Aufschriften oder Wörter in Bilderbüchern.
So erfahren sie, dass Schrift eine Bedeutung hat. Ein geschriebenes Wort kann für eine Person, ein Tier oder einen Gegenstand stehen.
Die Übungen beginnen deshalb mit einem Bild und dem gesprochenen Wort:
Bild → gesprochenes Wort → Laute und Silben → geschriebenes Wort
Betrachten Sie zuerst das Bild. Lassen Sie das Kind den dargestellten Gegenstand benennen.
Sprechen Sie das Wort danach langsam aus. Nun kann das Kind auf Silben, Laute und bekannte Buchstaben achten.
Was üben Kinder mit den Arbeitsblättern?
Die Arbeitsblätter verbinden Wortschatz, Sprachwahrnehmung und erste Schreiberfahrungen. Nicht alle Fähigkeiten müssen gleichzeitig beherrscht werden.
Wortschatz erweitern
Das Kind benennt Gegenstände auf den Bildern. Dabei kann es bekannte Wörter festigen und neue Begriffe kennenlernen.
Die Wörter lassen sich auch nach Themen ordnen:
- Tiere
- Kleidung
- Lebensmittel
- Spielsachen
- Fahrzeuge
- Dinge im Kinderzimmer
Sprechen Sie kurz über jedes Bild. Fragen Sie zum Beispiel, wo das Kind den Gegenstand schon gesehen hat.
Bild und Wort verbinden
Bei diesen Aufgaben sucht das Kind zu einem Bild das passende Wort. Es muss dafür noch nicht jedes Wort vollständig lesen können.
Bekannte Buchstaben oder die Länge eines Wortes geben erste Hinweise. Auch deutlich unterschiedliche Anfangsbuchstaben helfen bei der Auswahl.
Unter einem Mausbild könnten zum Beispiel Maus und Haus stehen. Sprechen Sie beide Wörter vor und vergleichen Sie die Anfangslaute.
Laute und Silben hören
Kinder sammeln zuerst Erfahrungen mit der gesprochenen Sprache. Sie hören Reime, Anfangslaute und einzelne Silben.
Passende Fragen sind:
- Welchen Laut hörst du am Anfang von Maus?
- Beginnen Maus und Mama gleich?
- Wie oft kannst du bei Tomate klatschen?
- Welches Wort klingt anders: Hase, Hose oder Ball?
Silben können mit Bewegungen verbunden werden. Das Kind darf klatschen, springen oder für jede Silbe einen Baustein legen.
Erste Wörter schreiben
Einige Kinder möchten Wörter auch selbst schreiben. Dafür eignen sich kurze Wörter und große Druckbuchstaben.
Das Kind kann:
- einen Anfangsbuchstaben ergänzen,
- Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen,
- Wörter nachspuren,
- kurze Wörter abschreiben,
- bekannte Wörter zu Bildern schreiben.
Die Schreibaufgaben sollten zum Entwicklungsstand des Kindes passen. Eine sichere Stiftführung ist keine Voraussetzung für alle Übungen.
So sind die Arbeitsblätter aufgebaut
Die Übungen bestehen aus drei Stufen. Dadurch lässt sich der Schwierigkeitsgrad schrittweise erhöhen.
Stufe 1 – Wörter erkennen und zuordnen
In der ersten Stufe stehen Bilder und bekannte Begriffe im Mittelpunkt.
- Bild und Wort zuordnen
- Erste Wörter einkreisen
- Gleiche Wörter finden
- Wort-Bild-Memory
- Welches Wort passt zum Bild?
- Wörter ausschneiden und zuordnen
Das Kind erkennt dabei eine wichtige Verbindung: Gesprochene Wörter können aufgeschrieben werden.
Stufe 2 – Wörter gliedern und vergleichen
In der zweiten Stufe richtet sich die Aufmerksamkeit auf Laute und Silben.
- Erste Wörter in Silben gliedern
- Wörter nach Wortlänge sortieren
Sprechen Sie beim Buchstaben M auch den Laut /m/ vor. Der Buchstabenname Em hilft bei Lautübungen weniger.
Stufe 3 – Wörter lesen und schreiben
In der dritten Stufe werden Laute und Buchstaben enger verbunden.
- Buchstaben zu Wörtern ordnen
- Erste Wörter abschreiben
- Erste Wörter nachspuren
- Fehlende Buchstaben ergänzen
- Mini-Leserätsel
Ein Leserätsel kann zum Beispiel fragen: Wo ist die Maus? Das Kind sucht anschließend das passende Bild.
Welche Wörter eignen sich für den Anfang?
Ein kurzes Wort ist nicht automatisch leicht. Es sollte auch bekannt und eindeutig darstellbar sein.
Geeignete Wörter:
- stammen aus dem Alltag des Kindes,
- lassen sich leicht aussprechen,
- können eindeutig dargestellt werden,
- sind nicht zu lang,
- passen zum Wortschatz des Kindes,
- werden korrekt geschrieben.
Kurze und gut überschaubare Wörter
Mögliche Beispiele sind:
- Oma
- Opa
- Mama
- Lama
- Nase
- Hase
- Hose
- Rose
- Dose
- Sofa
Diese Wörter sind kurz und übersichtlich. Viele lassen sich gut in Silben sprechen.
Ob ein Wort wirklich leicht ist, hängt vom Kind ab. Vertraute Wörter sind meist einfacher als unbekannte Begriffe.
Weitere Wörter für abwechslungsreiche Übungen
Später können weitere Wörter hinzukommen:
- Maus
- Haus
- Ball
- Bus
- Auto
- Apfel
- Blume
- Tasse
- Wolke
- Ente
Diese Wörter unterscheiden sich in Länge und Silbenzahl. Dadurch entstehen abwechslungsreiche Aufgaben.
Achten Sie auf eindeutige Bilder. Ein Wasserfahrzeug könnte als Boot, Schiff oder Dampfer bezeichnet werden.
Klären Sie deshalb vorher, welches Wort gesucht wird. Das verhindert unnötige Missverständnisse.
Verwenden Sie außerdem die normale deutsche Rechtschreibung. Nomina werden großgeschrieben: Haus, nicht haus.
So verwenden Sie die Arbeitsblätter, wenn das Kind noch nicht lesen kann
Vorschulkinder müssen noch nicht selbstständig lesen können. Sie können sich trotzdem spielerisch mit Wörtern, Bildern und Schrift beschäftigen. Erklären Sie die Aufgabe zunächst gemeinsam; danach darf das Kind möglichst selbstständig ausprobieren.
Eine einfache Reihenfolge ist:
- Betrachten Sie das Bild gemeinsam.
- Lassen Sie das Kind den Gegenstand benennen.
- Klären Sie unbekannte Begriffe.
- Sprechen Sie das Wort langsam aus.
- Fragen Sie nach bekannten Lauten oder Buchstaben.
- Zeigen Sie ein Beispiel.
- Lassen Sie das Kind selbst ausprobieren.
- Besprechen Sie die Lösung gemeinsam.
Vereinfachen Sie die Aufgaben bei Bedarf. Sie können zum Beispiel gleiche Bilder verbinden, Gegenstände gemeinsam benennen, Anfangslaute hören, Silben klatschen, bekannte Buchstaben suchen, Wörter nachspuren oder Auswahlwörter vorlesen. Auch gemeinsames Schreiben hilft: Das Kind beobachtet dabei, wie aus einem gesprochenen Wort ein geschriebenes Wort wird.
Nennen Sie bei einem Fehler nicht sofort die Antwort. Unterstützen Sie lieber mit kurzen Fragen:
- Was siehst du auf dem Bild?
- Welchen Laut hörst du zuerst?
- Welches Wort beginnt genauso?
So kann das Kind seine Antwort selbst überprüfen. Loben Sie nicht nur richtige Lösungen, sondern auch genaues Zuhören, sorgfältiges Schauen und geduldiges Ausprobieren.
Tipp
Beginnen Sie mit nur einem Arbeitsblatt pro Tag. Kurze, regelmäßige Übungen führen meist zu besseren Lernerfolgen als lange Übungseinheiten.
Wie lange sollte ein Vorschulkind üben?
Kurze Übungen sind oft sinnvoller als mehrere Arbeitsblätter hintereinander. Fünf bis zehn Minuten können als Orientierung dienen.
Diese Zeit ist jedoch keine feste Regel. Entscheidend sind Interesse und Konzentration des Kindes.
Beenden Sie die Übung, wenn das Kind müde oder frustriert wird. Sie können die Aufgabe auch vereinfachen und später fortsetzen.
Nicht alle Seiten müssen in einer bestimmten Reihenfolge bearbeitet werden. Beliebte Übungen dürfen mit neuen Wörtern wiederholt werden.
Spielerische Übungen ohne Arbeitsblatt
Erste Wörter lassen sich auch im Alltag entdecken. Die folgenden Spiele ergänzen die Arbeitsblätter.
Gegenstände beschriften
Schreiben Sie Wörter wie Tür, Tisch, Bett, Buch und Stuhl auf kleine Karten.
Das Kind ordnet die Karten den passenden Gegenständen zu. Beginnen Sie mit zwei oder drei Wörtern.
Eine Bilder-Einkaufsliste erstellen
Das Kind zeichnet Lebensmittel oder klebt passende Bilder auf ein Blatt. Ein Erwachsener schreibt die Wörter daneben.
Bekannte Anfangsbuchstaben kann das Kind selbst ergänzen. Beim Einkauf darf es gefundene Dinge markieren.
Bild-Wort-Memory spielen
Erstellen Sie zu jedem Begriff eine Bildkarte und eine Wortkarte. Ein Paar besteht zum Beispiel aus einem Mausbild und dem Wort Maus.
Kann das Kind noch nicht lesen, liest ein Erwachsener die Wortkarte vor. Nach einigen Spielrunden erkennt das Kind vielleicht schon einzelne Wörter.
Wörter aus Buchstaben legen
Kurze Wörter lassen sich mit Magnetbuchstaben oder Buchstabenkarten legen.
Zeigen Sie zuerst das vollständige Wort. Später können Sie einen Buchstaben entfernen oder zwei Buchstaben vertauschen.
Silben mit Bewegung verbinden
Verbinden Sie jede Silbe mit einer Bewegung:
- Na-se – zweimal klatschen
- To-ma-te – dreimal springen
- Bus – einmal stampfen
Dadurch werden Silben hörbar und körperlich erfahrbar.
Wörter in Bilderbüchern suchen
Wählen Sie ein Wort, das im Buch mehrfach vorkommt. Zeigen Sie es dem Kind und suchen Sie es gemeinsam.
Das Kind muss dafür nicht die ganze Geschichte lesen. Schon die Suche nach einem bekannten Wort lenkt den Blick auf Schrift.
Tipps für mehrsprachige Kinder
Mehrsprachigkeit ist eine wertvolle Ressource. Das Kind darf einen Gegenstand zuerst in seiner Familiensprache benennen.
Führen Sie danach das deutsche Wort ein. Sprechen Sie es deutlich aus und verwenden Sie es in einem kurzen Satz:
Das ist eine Tasse. Aus der Tasse kann man trinken.
Vergleichen Sie beide Sprachen, wenn das Kind Interesse zeigt. Die Wörter können ähnlich oder ganz unterschiedlich klingen.
Bewerten Sie eine andere Bezeichnung nicht sofort als falsch. Ein Bild kann mehrere passende Namen haben.
Das Kind sagt vielleicht Becher, obwohl auf dem Arbeitsblatt Tasse steht. Erklären Sie kurz, welches Wort in der Aufgabe verwendet wird.
Unbekannte Wörter sollten zuerst gesprochen und verstanden werden. Danach kann das Kind sie zuordnen oder schreiben.
Häufige Fehler beim Üben vermeiden
Zu viele Aufgaben auf einmal
Ein Materialpaket muss nicht an einem Tag bearbeitet werden. Wählen Sie lieber eine passende Aufgabe aus.
Ein positives Ende ist wichtiger als ein vollständig ausgefülltes Blatt.
Unbekannte Bilder verwenden
Ein unbekannter Gegenstand lässt sich nur schwer einem Wort zuordnen. Besprechen Sie neue Bilder deshalb vorher.
Nur Buchstabennamen vorsprechen
Buchstabenname und Lautwert sind nicht immer gleich. Bei Anfangslauten ist /m/ hilfreicher als Em.
Fehler sofort korrigieren
Geben Sie dem Kind Zeit zum Nachdenken. Eine passende Frage hilft oft mehr als die sofortige Lösung.
Häufige Fragen zu ersten Wörtern
Ab welchem Alter sind die Arbeitsblätter geeignet?
Etwa fünf Jahre können eine grobe Orientierung sein. Wichtiger sind Interesse und Entwicklungsstand des Kindes.
Muss mein Kind vor der Schule lesen können?
Nein. Selbstständiges Lesen ist keine Voraussetzung für diese Übungen.
Im Mittelpunkt stehen Sprache, genaues Zuhören und erste Erfahrungen mit Schrift.
Sollte mein Kind ganze Wörter auswendig lernen?
Das Wiedererkennen bekannter Wörter ist normal. Ergänzen Sie dies durch Übungen zu Bedeutung, Lauten, Silben und Buchstaben.
Wie oft sollten die Arbeitsblätter verwendet werden?
Nutzen Sie die Materialien, solange das Kind interessiert bleibt. Eine kurze, angenehme Übung ist meist ausreichend.
Sind die Arbeitsblätter für mehrsprachige Kinder geeignet?
Ja. Besprechen Sie vorher die Bilder und deutschen Wörter.
Die Familiensprache darf dabei einbezogen werden. Entscheidend ist, dass das Kind die Bedeutung versteht.
Was kann ich tun, wenn mein Kind noch keine Buchstaben kennt?
Beginnen Sie mit Bildern, Reimen, Silben und Anfangslauten. Suchen Sie danach einzelne bekannte Buchstaben, etwa aus dem Namen des Kindes.
Sind die Erste-Wörter-Arbeitsblätter kostenlos?
Ja. Alle Arbeitsblätter können kostenlos als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden. Zusätzlich stehen die einzelnen Aufgaben als PNG-Bilddateien zur Verfügung.
Enthalten die Arbeitsblätter Lösungen?
Ja. Zu allen Arbeitsblättern gibt es eine Lösungsseite.
Ergänzende Übungen zu Lauten und Buchstaben
Wenn das Erkennen von Wortanfängen noch unsicher ist, helfen ergänzend Übungen zum Erkennen von Anlauten.
Beim Erkennen und Klatschen von Silben werden längere Wörter in hörbare Teile zerlegt.
Arbeitet das Kind gern mit dem Stift, eignen sich Übungen zum Nachspuren von Buchstaben.
Sind bereits mehrere Buchstaben bekannt, können Groß- und Kleinbuchstaben verglichen werden.
Ein Bild-Wort-Memory bietet eine spielerische Wiederholung. Dabei steht das Schreiben noch nicht im Mittelpunkt.
Erste Wörter sollten immer mit Bildern, Gesprächen und Spielen verbunden werden. Die Arbeitsblätter bieten dafür kurze und übersichtliche Übungen.
Entscheidend ist nicht die Anzahl gelernter Wörter. Wichtig sind Neugier, Freude und positive Erfahrungen mit Sprache.